Österreich
Briefmarken mit Wappen und Fahnen
1. Teil
Die Markennummern entsprechen den Michel-Katalogen
I
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Kleines Staatswappen von K. + K. Österreich: |
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Das Wappen der erstens Republik: |
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Obwohl die Provisorische Nationalversammlung am 12. Nov. 1918 "Deutschösterreich" als "demokratische Republik" begründete, und obwohl das Wappengesetz vom 8. Mai 1919 vom "Staatswappen der Republik Deutschösterreich" sprach, und der Staatsvertrag von St. Germain vom 10. Sept. 1919 mit der "Republik Österreich" abgeschlossen wurde, und obwohl Art. 1 der Bundesverfassung vom 1. Okt. 1920 besagte: "Österreich ist eine demokratische Republik", kam das Wort "Republik" auf den österreichischen Briefmarken bis 1945 nicht vor. Bis 1921 trugen die Briefmarken die Bezeichnung "Deutschösterreich".
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Das Wappen der zweiten Republik, wie es heute noch gültig ist:
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Wohltätigkeits-Sonderausgabe Antifaschistische Ausstellung
"Niemals vergessen" in Wien
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Wohltätigkeits-Sonderausgabe
Kriegsgefangenen- und Heimkehrerfürsorge
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Sondermarken zu Jubiläen und anderen Anlässen
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Sonderausgabe
50 Jahre Republik Österreich
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Das historische Wappen Kärntens ist das
einzige unter den Wappen der österreichischen Bundesländer, das im
Landesgesetzblatt mit Helm, Helmzier und Helmdecken dargestellt ist.
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Block 1000 Jahre
Österreich
mit den Wappen aller 9 Bundesländer

Nr. 1522 - 1530 / 1976
Wappen aller Bundesländer
Niederösterreich
Das Fünfadlerwappen erscheint zum ersten Mal 1330/35 auf Glasscheiben, die für den Kreuzgang des Stiftes Klosterneuburg angefertigt wurden und jetzt im Kapitelsaal und in der Leopoldskapelle eingebaut sind. Die Durchsetzung des Fünfadlerwappens erfolgte aber erst in der Zeit Herzog Rudolfs IV. Für das Fünfadlerwappen bürgerte sich in der Folge der Begriff „Alt-Österreich“ ein, während der (eigentlich ältere) Bindenschild „Neu-Österreich“ genannt wurde. Im Stift Klosterneuburg sind mehrere Stoffstücke von einem Ornat aufbewahrt. Sie werden um 1260 datiert und zeigen u. a. goldene, stark gefiederte Vögel, gestickt auf blauem Seidenrips. Bis Anfang dieses Jahrhunderts bildeten sie den sogenannten „Markgrafen-Ornat“, in dem der Landesfürst empfangen wurde, wenn er dem Kloster einen Besuch abstattete. Aus diesem Stoffmuster schloss man auf den Waffenrock bzw. den Schild Leopolds des Heiligen. Und so entstand in Klosterneuburg das niederösterreichische Landeswappen, ähnlich wie das französischen Lilienwappen aus einem mit Lilien bestreuten mittelalterlichen Stoff entstanden ist.
Oberösterreich
Die älteste bekannte Abbildung des oberösterreichischen Landeswappens findet sich auf zwei Miniaturen aus der Zeit zwischen 1384 und 1395. Schon in der Barockzeit fiel dem Geschichtsschreiber Marquart Herrgott auf, dass dieses Wappen jenem entsprach, welches das bereits im 12. Jahrh. ausgestorbene Adelsgeschlecht der Herren von Machland (Aulandschaft am linken Donauufer zwischen Mauthausen und Grein) gehört haben soll. Weitere Belege des Wappens Machland sind im Kloster Baumgartenberg – ein Wappen, das dem oberösterreichischen sehr ähnlich ist. Es passt durchaus in das Bild der zahlreichen staatspolitischen Fälschungen, die unter Rudolf IV. vorgenommen wurden, dass dessen Bruder und Nachfolger Albrecht III. ein bereits vorhandenes Wappen zum „regionalen“ Symbol eines neu entstandenen Landes erhob und es „austerifizierte“: hiezu wurde der Adler von Silber zu Gold „aufgewertet „ und damit näher zum Fünfadlerwappen „Alt-Österreich“ gerückt, ausserdem wurde die Zahl der silbernen Pfähle um eins reduziert, was die hintere Schildhälfte vielleicht etwas stärker in die Nähe des Bindenschildes „Neu-Österreich“ brachte – fürwahr ein symbolpolitisch klug überlegtes „Redesigning“.
Steiermark
Das Wappen wurde durch Otakar III., Markgraf in Steier, angenommen. Vorher führte er ein einfaches Heroldsbild, ein Schräglinksbalken in mit Ballen bordiertem Schild. Man nimmt an, dass Otakar III. den Symbolgehalt des feuerspeienden Panthers sehr genau kannte, als er sich für dieses Wappen entschied: Der Panther als Feind des Drachens und als Wohlgeruch verbreitendes friedfertiges Wesen symbolisiert also den auferstandenen Christus, der Tod und Teufel, Verwesung und Sünde überwindet und diejenigen, die an ihn glauben, um sich schart.
Kärnten
Das ursprüngliche Wappen von Kärnten war in Silber ein schwarzer Panther. Herzog Ulrich III. nahm ein neues Wappen an um seine Erbansprüche zu manifestieren: Rechts das Wappen der in Mödling sesshaften babenbergischen Secundogenitur – die babenbergischen Löwen in der Dreizahl, links der österreichische Bindenschild.
Tirol
Die älteste überlieferte
Darstellung des Tiroler Wappentiers findet sich auf einem Siegel an einer
undatierten Urkunde im Archiv des Klosters Wilten, die Ende des 11. Jahrhunderts
entstanden sein dürfte. Die älteste Farbdarstellung befindet sich in der
Burgkapelle von schloss Tirol und entstand unmittelbar nach der Erbteilung 1271.
Die Flügelspangen erschienen zum ersten Mal auf Münzen, die Meinhard II. in
Meran prägen liess. Das Krönlein des Adlers tritt spätestens 1411 auf, ohne dass
der Anlass für die Hinzufügung bisher genau geklärt werden konnte. Der Tiroler
Wappenschild wurde zwischen 1477 und 1548 zwar auch gelegentlich mit dem
österreichischen Erzherzogshut bedeckt, erhielt aber immer öfter nach
italienischer Mode einen Lorbeerkranz umgelegt. Nach der Aufnahme dieses
Beizeichens in Tiroler Münzbilder gelangte dieses sogenannte „Kränzl“ im
ersten Drittel des 18. Jahrhundert in einer oben geöffneten Form in den Schild
selbst, wo es eine willkommene Unterscheidung gegenüber dem Tiroler Adler sehr
ähnlichen brandenburgischen Adler bildet.
Nach dem Aussterben der Grafen von Tirol im Mannesstamm übernahmen die Gebrüder
Meinhard und Albert von Görz mit dem Land auch das frühere Familienwappen der
Tiroler Grafen und führten es als Territorialwappen weiter. Ebenso nannten sie
sich „Grafen von Görz und Tirol“ bzw. Grafen von Tirol und Görz“.
Vorarlberg
Das Wappen Vorarlbergs ist das Montfortische Banner. Am 20. August 1864 wurde durch kaiserliches Diplom dem damaligen Kronland Vorarlberg der österreichisch-ungarischen Monarchie ein Wappen verliehen, das aus den Wappen einzelner Städte, Gerichte und Herrschaften in Vorarlberg zusammengesetzt war. Dieses Wappen wurde nach dem Zusammenbruch der Monarchie und der Erlangung der Selbständigkeit Vorarlberg in der neu entstandenen Republik aufgelassen. Das neue Wappen deckt sich jedoch im wesentlichen mit dem Herzschild des ehemaligen Wappens.
Salzburg
Das Wappen ist auf einem Pfennig des Erzbischofs Rudolf von Hohenegg (1284-1290) erstmals nachgewiesen, stand aber erst im 14. Jahrhundert in regelmässigem Gebrauch. Entgegen einer fast hundert Jahre gängigen Hypothese, die das Salzburger Wappen vom persönlichen Siegel Herzog Philipps von Kärnten (1246-1256 Erzbischof von Salzburg) ableitet, geht die Direktorin des Salzburger Landesarchivs davon aus, dass der Ursprung des Landeswappens nicht in den drei Löwen der Kärntner Herzöge zu suchen ist, sondern im rotbewehrten schwarzen Löwen der Staufer. Dieser ist in umgekehrter Farbgebung ja auch der Urahne des bayerischen Wappenlöwen, da der staufisch-schwäbische Löwe 1228 über das Pfalzgrafenamt an die Wittelsbacher kam. Dabei ist von Bedeutung, dass die Staufer höchstwahrscheinlich nicht aus der Schwäbischen Alb, sondern vielmehr aus dem Gebiet des heutigen Salzburg stammen.
Burgenland
Der Name Burgenland
leitet sich von den Endsilben der deutschen Namen der vier früheren
westungarischen Komitate Pressburg, Wieselburg, Ödenburg und Eisenburg ab
(ursprünglicher Vorschlag: Vierburgenland).
Das Wappen verbindet heraldische Elemente der beiden mächtigsten, im 15. Jahrh.
ausgestorbenen Adelsgeschlechter Burgendlands, der Mattersburger-Forchtensteiner
und der Grafen von Güssing-Bernstein.
a)
Mattersburg-Forchtenstein
– in Silber ein schwarzer, widersehender Adler auf rotem Felsen, begleitet von
zwei roten Kreuzchen.
b)
Güssing-Bernstein –
dreimal gespalten von Rot und Kürsch
Die Landesfarben Rot/Gold beziehen sich auf das der Sage nach überlieferte
Wappen der Vandalen: In Rot ein goldener Drache. 1922 beschloss die
burgenländische Landesregierung, die Hauptfarben des Adlerwappen im Sinne der
Landesfarben zu modifizieren. So wurde aus dem schwarzen Adler ein roter, aus
dem roten Felsen ein schwarzer und aus dem silbernen Schildgrund ein goldener.
Wien
Die frühesten Belege für das Wiener Stadtwappen finden sich auf den sogenannten „Wiener Pfennigen“ aus den späten siebziger Jahren des 13. Jahrh. Sie zeigen bereits das für Wien charakteristische Balkenkreuz, das sich aller Wahrscheinlichkeit von der seit Ende des 12. Jahrh. nachgewiesenen Reichssturmfahne herleitet. 1278 wurde Wien durch König Rudolf I. in den Besitz des Reiches aufgenommen; ähnlich wie andere Grenzgebiete des Heiligen Römischen Reiches (Schweiz, Savoyen, Dänemark) mag dadurch auch in Wien die Reichsfahne heraldisches Vorbild für das lokale Wappen gewesen sein.
Hans und Maria Rüegg
LI-9495 Triesen