Heraldik

Gemeinde Riederalp VS

 

Die drei politischen Gemeinden Goppisberg, Greich und Ried-Mörel im Oberwallis (Bezirk Östlich Raron) schlossen sich 2004 zur Gemeinde Riederalp zusammen.

 

 



 


Goppisberg
 


Greich
 


Ried-Mörel
 



 

Nach reiflicher Überlegung unterbreitete ich Anfangs April 2004 dem Gemeinderat von Riederalp folgende Vorschläge:

Variante 1

Die bisher geführten Wappen der drei fusionierten Gemeinden lassen sich auf keine befriedigende Art und Weise zusammenführen. Somit bleibt eigentlich nur eine Neuschöpfung. Auf dem Gebiet der neu geschaffenen Gemeinde Riederalp liegt das Unesco-Weltnaturerbe Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn mit dem grössten Alpengletscher. Ein Bezug zu diesem Weltnaturerbe drängt sich auf und wird durch das Motiv des Eiskristalls symbolisiert. Die drei Sterne beziehen sich auf den Ursprung der Gemeinde Riederalp, nämlich auf den Zusammenschluss der drei früheren selbständigen Gemeinden Goppisberg, Greich und Ried-Mörel. Die Farbe blau war schon die Schildfarbe aller drei früheren Gemeinden.

 

 

Variante 2

In dieser Variante sind die drei Sterne golden, da Gold auch in allen drei Wappen der früheren Gemeinden vorhanden war. Damit wird optisch eine etwas grössere Distanz zwischen den Sternen und dem Eiskristall geschaffen. Zudem sind Sterne als Sonnen im Weltall im Gegensatz zum Gletschereis nicht kalt, sondern extrem heiss.

 

 

Variante 3

Bei dieser Variante sind die drei Sterne in gewechselten Farben in ein silbernes Schildhaupt gesetzt. Damit wird ebenfalls optisch eine grössere Distanz zwischen den Sternen und dem Eiskristall hergestellt.

 

 

Variante 4

In dieser Variante ist der Schild gespalten von Blau und Silber und die Motive sowie das Schildhaupt sind in gewechselten Farben dargestellt.

 

 

Variante 5

Bei dieser Variante ist das Schildhaupt in den Farben Silber und Rot dargestellt. Damit wird der gespaltene Schild auch noch farblich näher zum Kantonswappen in Beziehung gesetzt. Im Gegensatz zur Variante mit den goldenen Sternen wirkt hier die dritte Farbe eher befremdend und störend. Deshalb sollte diese Variante nicht gewählt werden. Ich bin der Ansicht, dass für eine entscheidende Auswahl auch unvorteilhafte Varianten gezeigt werden sollen.

 

 

Variante 6

Bei dieser Variante befinden sich die Sterne nicht mehr in einem farblich abgetrennten Schildhaupt und die Schildfarben sind nicht mehr Blau und Silber, sondern Silber und Blau. Damit wird das Wappen (und natürlich auch die Fahne) gestaltungsmässig noch näher an das Kantonswappen bzw. die Kantonsfahne angelehnt.

 In den französischsprachigen Gebieten der Schweiz sind fünfstrahlige Sterne die Regel, in der deutschsprachigen hingegen sechsstrahlige. Da die neue Gemeinde im deutschsprachigen Oberwallis liegt, werden die Sterne sechsstrahlig dargestellt, und entsprechen damit auch optisch dem sechsstrahligen Eiskristall.

Bei der Wahl eines neuen Gemeindewappens ist auch die Wirkung der entsprechenden Flagge zu berücksichtigen. Sehr oft wehen Gemeinde- und Kantonsflagge nebeneinander, manchmal noch ergänzt mit der Flagge der Eidgenossenschaft. Das farbliche Zusammenspiel der wehenden Flaggen darf sicher nicht massgebend sein, entfaltet aber doch unbestreitbar eine dekorative Wirkung. Um das aufzuzeigen, stelle ich bei dieser Variante das Kantonswappen und die Kantonsflagge voran. Weiter ist auch noch an die langen, zweizipfligen Farbenflaggen zu denken, die oben an der Haltestange oft das Wappen zeigen.

 

Über die definitive Einführung eines Gemeindewappen werde ich hier zu gegebener Zeit berichten.

Die Gemeinde zeigt allerdings kein Interesse für ein Wappen. Die Briefe der Gemeinde sind mit einem Logo versehen, das den Aletschgletscher zeigt, und unterscheiden sich somit kaum von denen des Tourismusbüros.

Im Internet-Auftritt der Gemeinde werden die drei alten Wappen in quadratischer Form gezeigt.

 

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Hans und Maria Rüegg
LI-9495 Triesen