Die Helmzier

Details zum Vortrag vom 2. April 2004 am 777. Bott der Gilde der Zürcher Heraldiker

 

Bildmaterial zum Kapitel
"Die ältesten Belege"

 

Die ältesten Belege

Links: Die heraldische Bemalung des Helmes geht ins 12. Jahrhundert zurück, sie gibt das Schildbild ganz oder teilweise wieder.

Rechts: Das erste eigentliche auf den Helm gesetzte Helmkleinod findet sich auf dem Siegel de Grafen Balduin von Flandern, nachmaligen Kaisers von Konstantinopel aus dem Jahre 1197, wo der Löwe, der im Schild steigend ist, auf dem Helm aus technischen Rücksichten schreitend erscheint.

 

Originalschild und Helm mit Helmzier Edwards des „Schwarzen Prinzen“, 1376, Kathedrale von Canterbury

Illustration aus:
D. L. Galbreath,
Handbüchlein der Heraldik

   

Pranker Helm (um 1350)

 Stammt aus dem Stift Seckau, Österreich, Staatl. Waffensammlung Wien

Der Helm ist aus fünf Eisenplatten zusammengefügt und oben konisch auslaufend um Schwertschläge abgleiten zu lassen. Die Verstärkungsplatte vor der linken Wange lässt schliessen, dass dieser Helm für Turniere mit Lanzen gedacht war. Diese Vermutung wird durch die echte Helmzier des steiermärkischen Geschlechts von Prank gestützt, da eine solche nicht in einem echten Gefecht, sondern nur beim Turnier getragen wurde.

Illustration aus:
Ottfried Neubecker;
Heraldik -  Wappen, ihr Ursprung, Sinn und Wert

 

   

Zimier, aus Holz, geschnitzt und bemalt

Fürstlich-Schwartzenbergisches Wappen

Historisches Museum zu Dresden

Illustration aus:
Wozel/Kaprinski,
Turniere

 

   

Turnierhelm eines Vogtes von Matsch, um 1350, Churburg

Illustration aus:
Meyer/Lessing,
Deutsche Ritter - deutsche Burgen

 

 

  

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Hans und Maria Rüegg
LI-9495 Triesen